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Der Traum vom Gold


Gold gehört zu den ältesten von Menschen genutzten Materialien. Seit mehr als 6000 Jahren ist es der Menschheit bekannt und wird zu Schmuck verarbeitet. Der Besitz von Gold war immer ein Ausdruck von Wohlstand, Ehre und überdauerte alle Zeiten und Generationen. Wie kaum eine andere Materie beeinflusste das „ heilige" Gold den Kult und die Kultur.

Seine außergewöhnliche Farbe bringt das Gold der Sonne nahe. Sein Symbol ist das Sonnenzeichen. Das beständige Gelb, der immerwährende Glanz, heben es hervor. Mit seiner auffallend glänzenden gelben Farbe wurde es gediegen, also als Element, in der Natur gefunden, ließ sich sehr gut mechanisch bearbeiten und korrodierte nicht und ist gegen Umwelteinflüsse beständig. Wegen der Beständigkeit seines Glanzes, seiner Seltenheit und auffallenden Schwere war es sehr begehrt und wurde in vielen Kulturen vor allem für rituelle Gegenstände verwendet.

Gold gehört zu den seltensten Elementen unseres Lebensraumes. Der Goldanteil an der festen Erdkruste beträgt etwa vier Milligramm je Tonne. Im Meerwasser ist Gold in Konzentrationen von etwa 0,01 Milligramm je Kubikmeter enthalten.

Gold befriedigte die Eitelkeit, schützte vor bösen Geistern und betonte persönliche Eigenschaften wie Reichtum, sozialen Rang, Religionszugehörigkeit, persönliche Stärke und vor allem Schönheit. Es war und ist Symbol -Pfand der Liebe und Belohnung für die Tugend, Amulett und Talisman, Geschenk und Auszeichnung. Goldmedaillen, die goldene Schallplatte oder goldene Orden zeigen auch heute noch den besonderen Wert des Goldes.

Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Gold wird überwiegend für Münzen, Medaillen, Barren sowie Schmuck verwendet. Die direkten industriellen Anwendungen von Gold sind stark begrenzt. Gold ist das dehnbarste aller Metalle - es kann in einem Reinheitsgrad von mindestens 99,99 Prozent hergestellt werden. Die leichte Verformbarkeit, die hohe Korrosionsbeständigkeit und die hohe Leitfähigkeit machen das Metall zu einem idealen Material für die Dentalbranche, für die Elektrotechnik sowie für die Herstellung von Ultra-Reflektoren für Satelliten.


Geschichtliches über Gold


Die Goldgewinnung begann vermutlich in der Kupferzeit. Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderaten Schmelztemperaturen und die günstigen Eigenschaften der Legierungen machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv. Die früheste Dokumentation stellt die weite Seefahrt der griechischen Agonauten zum Goldenen Vlies nach Kolchis dar.

In der ägyptischen Kultur ca. ab 3000 v. Chr. war Gold der „dehnbare Stein", der in der hierarchischen Gesellschaft den gottähnlichen Pharaonen und den Priestern vorbehalten war. Die Beigaben für das Weiterleben nach dem Tode wurden mit dem beständigen, ewigen Metall ausgestattet. Die Pyramiden, die riesigen Ruhestätten, waren Schatzkammern und Zeugnis der hohen Goldverarbeitungskunst. Die Minen in Nubien und Oberägypten lieferten das Material. Die Römer nutzten Fundstätten in Kleinasien, Spanien, Rumänien und Germanien.

Die Geschichte Israels nach der biblischen Überlieferung zeugt von der Wertigkeit des Goldes in der Verehrung Gottes. Wichtige Ereignisse sind mit dem Gold verknüpft, etwa der Tanz um das Goldene Kalb und die Einsetzung der Werkmeister Bezaleel und Oholiab als erste benannte Goldschmiede der Geschichte.
Das Alte Testament spricht vom Goldenen Kalb, das sich die Israeliten als Götzenbild herstellten, während Moses die Zehn Gebote empfing, und vom Goldland Ophir. Das Neue Testament erwähnt Gold (neben Weihrauch und Myrrhe) als eines der Huldigungsgeschenke der Weisen aus dem Morgenland für den neu geborenen Jesus (siehe Matthäusevangelium, Kapitel 2, Vers 11).
In Mitteleuropa lassen sich goldene Gegenstände seit dem zweiten Jahrtausend v. Chr. nachweisen, in Südosteuropa bereits ab ca. 4000 v. Chr. ( Gräberfeld von Warna ) Es wurde auch im goldenen Hut von Schifferstadt und der Himmelscheibe von verarbeitet.
Die Römer kreuzten mehrmals die Geschichte des Goldes mit ihrer Expansionspolitik. Gold hat die Innenpolitik des Reiches geprägt, es machte Minister und Beamte gefügiger, und der Goldprunk beeinflusste das Volk. Die Römer waren maßgeblich für eine Weiterentwicklung der im Goldabbau eingesetzten Techniken verantwortlich. Sie betrieben die Goldschürferei im großen Stil. Im Norden Spaniens setzten die Römer Feuer und Essig zum Zersprengen des Gesteins ein. Flüsse wurden für die Wasserbeschaffung umgeleitet und Berge abgegraben. Gleichzeitig schufen sie glänzende Exponate, die die Zeiten überdauerten.
Auch in Südamerika und Mesoamerika wurde schon sehr früh Gold verarbeitet. So beherrschten beispielsweise die Mochica in Peru bereits Anfang des ersten Jahrtausends die Legierungsbildung (Tumbago) sowie die Vergoldung und stellten Gegenstände für rituelle Zwecke aus mehreren Kilogramm Gold her.
Die Deutsche Reichskrone, entstanden zwischen 960 und 980, ist ein Beispiel für Kronen, Kränze und Diademe, die einzelne Menschen hervorhoben und erhöhten. Goldene Kleidung soll nicht nur den Körper des Menschen bedecken, ihn wärmen und schützen, sondern auch schmücken und repräsentieren, Reichtum und Macht symbolisieren. Waffen und Rüstungen wurden mit Gold geschmückt, um die Streiter anzuspornen. Goldene Betten und Gefährte zeichneten die Benutzer aus.
Benvenuto Cellini schuf 1543 mit seinem „Goldenen Salzfass" (Saliera)

Ein Höhepunkt der Goldschmiedekunst der Renaissance ist das Goldene Salzfass von Benvenuto Cellini 1543. Der Künstler hat der Nachwelt eine eindrucksvolle Autobiographie hinterlassen, in der er die Goldschmiedekunst beschreibt.

Die Barock- und Rokoko-Künste verwendeten das Gold in üppigster Ausstattung. Die Vergoldung war zur Steigerung des höfischen Lebens den absoluten Herrschern, wie August dem Starken und dem Sonnenkönig Ludwig XIV. vorbehalten. Die Gier nach Gold wurde auch zum Grund für Kriege, Plünderungen und Eroberungszüge. Goldfunde in Mittel- und Südamerika lockten nach den Fahrten von Christoph Kolumbus europäische und insbesondere spanische Eroberer an, die Gold in Galeonen nach Europa brachten. Spanien wurde so eine Zeit lang zur reichsten Nation Europas, aber die indigenen Kulturen wurden dadurch zerstört.

Gold hat auch in unserer aufgeklärten, wissenden Welt noch manches Geheimnis bewahrt. Die Suche nach dem goldenen Zeitalter, dem Paradies, nach Arkadien, nach Utopia hält an und bewegt die Menschen und die Welt. Gold bewegte und bewegt die Menschen.

Nehmen Sie Gold in die Hand und Sie werden es sinnlich erleben. Sie verstehen den ersten glücklichen Menschen, der Gold im Flusskies durch das Sonnenlicht reflektieren sah - die Sonne - er hob sie auf und spürte das Erhabene, das Ewige.


Die Wiedergewinnung von Gold


Eine der hervorragenden Eigenschaften des Goldes ist seine Unzerstörbarkeit. So kann es unbegrenzt wieder gewonnen werden, ohne an Wert zu verlieren.
Aus altem Schmuck, Zahnersatz wie auch aus allen goldhaltigen Industrieabfällen lässt sich das Metall auf relativ unkomplizierte Weise wieder zurückgewinnen. Da dies in geschlossenen Kreisläufen geschieht, wird die Umwelt hierdurch kaum belastet.
Goldschmiede sind aufgrund ihrer Ausbildung in der Lage, verschiedene Goldlegierungen selbst umzulegieren und zu schmelzen. Aber es gibt auch spezielle Scheideanstalten, die dies übernehmen und das Gold so aufarbeiten, wie es vom Goldschmied benötigt wird, entweder in Form von reinem Feingold oder speziellen Legierungen.

Auf diese Weise kann aus vorhandenen Goldbeständen in Haushalten oder Banktresoren neuer Schmuck kreiert werden, ohne dass Lebensgrundlagen gefährdet oder anderweitig Menschenrechte verletzt werden.

Schmuck aus Nachlässen, zu dem keine persönliche Beziehung besteht oder der nicht mehr in die heutige Zeit passt, sollte umgearbeitet werden oder das Edelmetall auf jeden Fall in den Kreislauf zurück geführt werden. Goldschmiede sind dafür prädestiniert, sich für dieses Verfahren stark zu machen.

Spezielle Angebote zur Umarbeitung von Gold bieten die Gelegenheit, über das persönliche Gespräch mit alten und auch neuen Kunden Begehrlichkeiten zu wecken, ohne auf großindustriell gewonnenes Gold zurückgreifen zu müssen.

Goldschmiede sind Vertrauenspersonen, die behutsam mit ihren Materialien umgehen. Dass sie die kleinsten Abfälle und selbst den Staub nach dem Polieren mühsam sammeln zeigt, wie wertvoll Goldschmieden das Edelmetall ist.

Neue Verbraucherkreise zu erschließen, Wettbewerbsvorteile zu nutzen, über Gold und Schmuck zu reden, den Kunden den Wert des Goldes erneut wieder deutlich zu machen, das alles sind hervorragende Chancen, die sich aus der Aufklärung des Verbrauchers über die Folgen großindustrieller Goldgewinnung ergeben. Welcher Billiganbieter kann einem kritischen umweltbewussten Verbraucher einen ähnlich umfassenden Service bieten?

Goldschmiede und qualifizierte Fachleute sind in der Lage, wertvolles Gold nutzvoll wieder zu verwerten. Sie helfen damit, nicht nur Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, sondern auch den Kunden, alte Goldteile in neuen Schmuck zu verwandeln, der wieder Freude macht.


Die größte Goldader


Es gibt genügend Goldvorkommen, die ohne jede Gefahr für Menschen oder Umwelt sofort ausgebeutet werden könnten. Und dies ohne Bagger, Chemikalien oder Schachtanlagen. Mehr als ein Viertel des bisher geförderten Goldes ist nur aus der Erde geholt worden, um wieder in sie zurück zu wandern. Es befindet sich in den Kellern von Fort Knox, der Bundesbank oder der französischen Notenbank. Früher diente es zur Absicherung der nationalen Währungen, aber heute hat es seine Bestimmung und erhebliche Bedeutung in der Stabilität und Absicherung der persönlichen Finanzen erlangt. Gold hat sich in den letzten Jahren als bedeutsamer Renditeträger durch seine beständige Wertentwicklung gemausert.

Besonders in Krisenzeiten ist die Kapitalflucht in Gold ein Ausdruck dessen, dass das Unterbewusstsein des Menschen ein Signal sendet, was unerschütterlich auf Gold vertrauen lässt.
Würden die vorhandenen Goldreserven, die real existieren dem Markt wieder zur Verfügung gestellt werden, so könnte es auf Jahre hinaus den Bedarf von Goldschmieden, Zahnärzten und Elektrotechnik decken. Doch hierzu bedarf es noch erheblicher Anstrengungen, denn Bergbaukonzerne unternehmen alles, um einen solchen Verkauf zu verhindern.


Zentralbanken halten die größten Mengen an Gold


Ein großer Teil des aus dem Boden geholten Goldes wird in Form von Goldmünzen, Goldmedaillen und Goldbarren bei Finanzinstitutionen und Anlegern gehortet. In den Tresoren der Notenbanken der führenden Industrienationen liegen große Mengen an Gold, die damit ihre Rolle als Währungsreserven spielen.
Zentralbanken lagern weltweit über 32.000 Tonnen Gold, das sie natürlich jederzeit am Markt verkaufen können. Den größten Anteil (ca. 26 Prozent) hält die Federal Reserve Bank, gefolgt von der Deutschen Bundesbank (ca. 11 Prozent) und der Banque de France (9,7 Prozent).

Die Bundesrepublik verfügt nach den USA über die weltweit größten Goldreserven. Dieses Gold könnte jederzeit in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden und damit den Bedarf an neu gewonnenem Gold dramatisch reduzieren.

Die zehn größten offiziellen Goldbesitzer:
8170t USA - 3469t Deutschland - 3217t internationaler Währungsfond - 3024t Frankreich - 2590t Schweiz - 2452t Italien - 982t Niederlande - 754t Japan - 747t Europäische Zentralbank - 640t Großbritannien
Weltweite Verteilung des Goldbesitzes (in Tonnen):

63.000t Schmuckindustrie 24.000t private Investoren 33.000t Regierungen und internationale Institutionen 15.000t Andere
Quelle : BeyArs.com

Was ist eine Goldmine?


Eine chemische Fabrik unter offenem Himmel! Tatsächlich hat industrielle Goldgewinnung mit modernen Chemiewerken mehr gemein als mit der romantischen Vorstellung der pfannenbewehrten Goldsucher am Klondyke. Der einzige Unterschied zwischen Goldminen und der chemischen Industrie ist, dass Chemiewerke im Normalfall sichere geschlossene Kreisläufe einsetzen.

Das meiste Gold, das heutzutage gefördert wird, ist unsichtbar. Es verbirgt sich in mikroskopisch feinen Spuren in Arsenpyrit und anderen Materialien. Selbst wenn eine Tonne Gestein nur ein einziges Gramm Gold enthält, spricht man heute bereits von einer Lagerstätte. Erst seit wenigen Jahren ist es möglich, solche Vorkommen gewinnbringend auszubeuten.


Vorkommen und Förderung


Die Vorkommen sind weltweit verstreut; zirka 40 Prozent des heute bergmännisch geförderten Goldes kommen aus Südafrika, den USA, Australien und Russland. Der Goldanteil in der kontinentalen Erdkruste beträgt 0,004 ppm[2] Die jährliche Förderung beträgt heute rund 2600 Tonnen, etwa hundertmal mehr als im 19. Jahrhundert. Aktuell wird in zwei Jahren mehr Gold gefördert, als in den tausend Jahren des Mittelalters zusammen dokumentiert ist.

Da Gold in der Natur meist gediegen (elementar, metallisch) vorkommt, besteht die Schwierigkeit der Goldgewinnung (siehe weiter unten) darin, es von dem Gestein zu trennen, in dem es enthalten ist. Wenn gelegentlich von Golderz die Rede ist, ist damit goldhaltiges Gestein gemeint.

Durch Fortschritte in den Gewinnungsmethoden und bei hohem Marktpreis lohnt sich sogar der Abbau von Gestein, das nur ein Gramm Gold pro Tonne Gestein enthält. Auch alte Abraumhalden ehemaliger Goldvorkommen werden dann mittels verbesserter Technologie nochmals aufgearbeitet. Bedeutende Goldmengen fallen bei der Raffination anderer Metalle wie Kupfer, Nickel oder der anderen Edelmetalle an, so dass unter Umständen erst diese „Verunreinigungen“ ein Vorkommen und seine Aufbereitung interessant machen.
Bei einem spektakulären Zufallsfund im August 2007 stießen zwei Schwedinnen nahe Övertingen 500 km nördlich von Stockholm auf Gestein mit einem Goldanteil von 23,3 Gramm je Tonne.[3]


Angebot und Nachfrage von Gold


Die größte industrielle Nachfrage nach Gold stammt eindeutig aus der Schmuckindustrie der asiatischen Staaten. Allein Indien ist für 18 Prozent der weltweiten Gold-Nachfrage verantwortlich. China kommt auf einen Anteil von knapp neun Prozent. Auf die übrigen asiatischen Länder entfallen weitere elf Prozent. Der nahe und mittlere Osten verbraucht weitere 18 Prozent , während Europa und die USA zusammen nur auf 23 Prozent des Konsums kommen.

Quellen : BeyArs.com , wirtschaft.t-online.de und wikepedia.de

Die Leidenschaft zu Gold – Goldwaschen


Die Leidenschaft zu Gold ist bis heute in fast allen Bereichen ungebrochen und gewinnt sogar durch die aktuelle Finanzkrise noch an Bedeutung. Nicht nur zur Absicherung der eigenen Vermögenswerte hat Gold seine Bedeutung wiederbelebt, sondern durch seine Unverwüstlichkeit ergeben sich vielfältige Möglichkeiten sich der Materie Gold zu widmen.
Wir verbinden in unseren Gedanken Goldsuchen und Goldwaschen immer mit Abendteuer, Sonnenuntergang, Lagerfeuer und sehen uns im Fluss mit Geldwäscherpfanne ausgestattet, stehen. Jeder der dieses schon erlebt hat und davon mit zweifelsohne begeistert berichtet, wird wissenshungrige und lauschende Zuhörer finden.


Sekundäre Lagerstätte (Waschgold/Seifengold)


Fast alle europäischen Flüsse führen Spuren von Gold mit sich. Dieses Gold war zuvor in Form zumeist kleiner, dünner Blättchen in Gestein eingelagert. Durch Verwitterungsprozesse des umgebenden Gesteins wird es als Seife im geologischen Sinn freigesetzt und gelangt so ins Flusswasser. Auch auf den Geröllbänken des Hoch- und Oberrheines wie beispielsweise bei Istein finden sich geringe Mengen, insbesondere Flitter.

In Deutschland gibt es die Deutsche Goldsuchervereinigung.ev. Wussten Sie, dass es ganze Meisterschaften im Bereich Goldwaschen gibt? In diesem Jahr findet die 33. Weltmeisterschaft Goldwaschen vom 17.- 23.8. 2009 in Vermogno-Italien statt. Die nächsten Weltmeisterschaften sind 2010 in Zlate Hory in der Czech Republik und 2011 in Polen.
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